Die Dolomiten
Die Dolomiten sind ein Idealgebiet für Hochalpenfahrer. Das Gebirge gliedert sich in einzelne Massive, die frei nach allen Seiten von Tälern umgeben sind. Dadurch konnte ein besonders dichtes Strassennetz entstehen. Die Kriegsereignisse haben ein weiteres zur Erschliessung der Hochgebirgswelt beigetragen: Provisorische Karrenwege wurden durch einen soliden Unterbau für grosse Achslasten ersetzt und führen in die Höhe zu den ehemaligen Feuerlinien:
Vom Passo Cibiana (1536 müM) aus führt
ein 7,5 km langes, geschottertes Fahrsträsschen zu den ehemaligen Kriegsunterkünften
unterhalb des Monte Rite (2181 müM). Der daran anschliessende Gipfelfahrweg
kann nur noch mit Einspurfahrzeugen bewältigt werden. (Eindrucksvoller
Ausblick. Lohnenswert. Schwierig und anspruchsvoll zu befahren)
Die grosse Dolomitenstrasse
Der Begriff "Grosse Dolomitenstrasse" wurde erst nach Ende des 1.Weltkrieges geprägt, als der alpine Sport einer Blütezeit entgegenging und Orte wie Cortina d`Ampezzo, Val d`Isère und St.Moritz weltberühmt wurden. Heute versteht man darunter die 109km lange hochalpine Strassenverbindung von Bozen nach Cortina d`Ampezzo. Der Entschluss zum Ausbau bestehender Einzelstücke entstand 1898 zum 50-jährigen Regierungsjubiläum von Kaiser Franz Josef I.
Bozen-Eggental-Karerpass (passo di costalunga)
Die tief eingeschnittene, romantische
Eggenschlucht wurde leider von den Verkehrsingeniören gesichert und
die Felssturzgefahr durch mehrere Tunnels gebannt. So führt eine relativ
sichere Strasse bis nach Birchabruck. und von dort durch Fichtenwälder
nach Welschnofen. Ein Halt am smaragdgrünen Karersee eröffnet
einem eines der schönsten Alpenpanoramen: Hinter dunkeln Fichtenwäldern
erhebt sich der sagenumwobene Latemar (2752 müM).
Pordoijoch (2239 müM)
Höchster Pass in der grossen Dolomitenstrasse mit fantastischen Ausblicken auf den Rosengarten, Langkofelgruppe und das Sellajoch:
Langkofelgruppe 
Falzaregopass (2105 müM)
Wunderbar zu befahren, grossartige Aussicht, durch Lärchenwälder an Burgruinen vorbei auf eine Höhe von 2105 müM. Nördlich der Passhöhe der "Kleine Lagazuoi" (2750 müM). Der Schuttkegel am Fusse des Massives ist nicht etwa Erosionsmaterial, sondern durch intensiven Minenbeschuss während des 1.Weltkrieges entstanden. In der Hochsaison leider stark frequentiert wegen den Seilbahnen nahe der Passhöhe.
Informationen zu diesem Text stammen aus dem Standardwerk zu den Alpenstrassen:
Für die Website verantwortlich: Karl Traber